Zeittafel

19 Jan
Ca. 1650-1800 Absolutismus in Europa
1661-1715 Ludwig XIV. König v.Frankreich
1776 Amerikanische Unabhängigkeitserklärung
1770 Beginn der Industriellen Revolution in GB, D ca. 1830
1789- 1799 Französische Revolution
1803 Reichsdeputationshauptschluss: Reduzierung der ca. 2000 deutschen Kleinstaaten auf 39 – erste „Flurbereinigung“ der deutschen Landkarte durch Napoleon
1799 – 1815 Militärdiktatur Napoleons: Versuch der Eroberung Europas scheitert vor Moskau 1812
1806 Ende des Ersten Deutschen Reiches (seit Heinrich I. 919)
1807 Preußische Reformen: Ende des Ständestaates, schrittweise Beseitigung des Feudalismus – Reaktion auf die Französische Revolution und die Erfolge Napoleons
1815 Wiener Kongress: nach dem Sieg der alten Monarchien Östr.-Ungarn, Preußen, Russland über Napoleon à Restauration der Monarchien, aber Beibehaltung der napoleonischen „Flurbereinigung“
Ca. 1815-1866 Deutscher Bund: lockerer Staatenbund von 39 deutschen Einzelstaaten
1848 Revolutionäre Bewegungen in ganz Europa mit dem Ziel Demokratien bzw. konstitutionelle Monarchien durchzusetzen – Teilerfolge z.B. Bauernbefreiung
1848 Kommunistisches Manifest von Karl Marx
1863 Gründung des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“ durch Ferdinand Lassalle
1866 Krieg Preußens gegen Öster.-Ungarn mit anschließender Gründung des Norddeutschen Bundes
1871 Gründung des (Zweiten) Deutschen Reiches nach dem Sieg Deutschlands über Frankreich (1871- 1918)
1871-1890 Bismarck Kanzler des Deutschen Reiches
1878-1890 Sozialistengesetze und Sozialgesetzgebung:Bismarck verbietet die sozialdemokratische Vereine und führt fast gleichzeitig die erste Kranken-, Alters- und Invalidenversicherung ein
1888-1918 Wilhelm II. Deutscher Kaiser: Außenpolitisch „Neuer Kurs“ nach Entlassung Bismarcks. Aggressive und wechselhafte Außenpolitik gegen die etablierten Großmächte
Ca. 1850 – 1918 Hochzeit des Imperialismus: GB, F, DR, Russl, Jap. USA, Belg. Streben nach Kolonien: Es geht um Absatzmärkte, Rohstoffe, Investitionsfelder …
1914-1918 Erster Weltkrieg als Folge des Imperialismus, aggressiven Nationalismus und Militarismus
1917 Oktoberrevolution – erste kommunistische Revolution (Lenin) Sowjetunion besteht bis 1991- spätere Länder folgen;China, Kuba, Nordkorea sind noch heute kommunistisch
9.11.1918 Ausrufung der der demokratischen Republik durch Philipp Scheidemann (SPD)
1918-1933 Weimarer Republik
1929-1933 Weltwirtschaftskrise
30.1.1933 Hitlers „Machtergreifung“: Hitler wird Reichskanzler und verbietet im selben Jahr alle Parteien außer der NSDAP
1933-1945 „Drittes Reich“
1939-45 Zweiter Weltkrieg
1948 Gründung des Staates Israel – Beginn des Nahostkonflikt
1949 Gründung der Bundesrepublik Deutschland (BRD) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR)
1957 Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG);Seit 1993 Europäische Gemeinschaft (EU)
1979 Erste direkte Wahlen zum Europäischen Parlament (Strassburg)
9.11.1989 Fall der Berliner Mauer
3.10.1990 Wiedervereinigung der deutschen Staaten BRD und DDR

Auszug aus der Bundesakte vom 8.6.1815 (Quelle)

19 Jan

[…]
Art. 1. Die souveränen Fürsten und freien Städte Deutschlands mit Einschluß Ihrer Majestäten des Kaisers von Österreich und der Könige von Preußen, von Dänemark und der Niederlande, und zwar:
Der Kaiser von Österreich, der König von Preußen, beide für ihre gesamten vormals zum deutschen Reich gehörigen Besitzungen,
der König von Dänemark für Holstein, der König der Niederlande für das Großherzogtum Luxemburg,
vereinigen sich zu einem beständigen Bunde, welcher der deutsche Bund heißen soll.
Art. 2. Der Zweck desselben ist die Erhaltung der äußeren und inneren Sicherheit Deutschlands und der Unabhängigkeit und Unverletzbarkeit der einzelnen deutschen Staaten.
Art. 5. Österreich hat bei der Bundesversammlung den Vorsitz, jedes Bundesglied ist befugt, Vorschläge zu machen und in Vortrag zu bringen […].
Art. 9. Die Bundesversammlung hat ihren Sitz in Frankfurt am Main […].
Art. 13. In allen Bundesstaaten wird eine landständische Verfassung stattfinden […].
Ernst Rudolf Huber: Dokumente zur deutschen Verfassungsgeschichte, Stuttgart 1961, Bd. 1, Nr. 29, S. 75 ff.

Fragen (Erarbeitung der Antworten im Unterricht)
1) Erläutere den Charakter des Deutschen Bundes

2) Napoleon wird gerne als “Vater der deutschen Nation” bezeichnet. Inwiefern trifft dies zu in Bezug auf die territoriale Entwicklung Deutschlands, die Entstehung eines Nationalgefühls sowie auf die Demokratisierung des Landes im Sinne der Französischen Revolution (Code Napoleon)?
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Wiener Kongress 1815 – Neuordnung Deutschlands: Der Deutsche Bund 1815-1866 (Karte anklicken)

19 Jan

Flurbereinigung der Deutschen Landkarte (mit Genehmigung der medilesson GmbH/Schullizenz Stuttgart

Wie verändert sich Deutschland 1815 im Vergleich zu 1789? (siehe Karte oben)

Wiener Kongress 1815 – Neuordnung Europas (Schaubild anklicken)

19 Jan

Wiener Kongress - Neuordnung Europas

Wer sind die Gewinner und Verlierer der europäischen Neuordnung nach 1815?

Der Wiener Kongress – Teilnehmer und Entscheider

19 Jan

Der Wiener Kongress 1815 Teilnehmende Staaten

(Unterrichtsgespräch/Bildbetrachtung):

1) Beschreibe das Bild: Erscheinung der Teilnehmer/Atmosphäre

2) Wer sind die Teilnehmer an der Runde? Um was geht es bei den Gesprächen? Was könnten die Ziele der Verhandlungen sein? (Interpretation)

3) Welchem Zweck könnte das Bild dienen? (Bewertung)

Die alten Mächte behaupten sich – Das Ende Napoleons bis 1815

19 Jan

1) Seeschlacht von Trafalgar 1805: Der Sieg des englischen Admirals Nelson über die Franzosen war eine wichtige Station des englischen Weges zur See- und Weltmacht (bis 1918).
2) Der komplette Fehlschlag des Russlandfeldzuges 1812 (die Grande Armée mit 610 000 Soldaten wird fast vollständig vernichtet) festigt Russlands Stellung als europäische Großmacht.
3) Die Vielvölkerschlacht bei Leipzig 1813 war die Entscheidungsschlacht der Befreiungskriege gegen die Fremdherrschaft Napoleons. Truppen der Verbündeten Österreich, Preußen, Russisches Kaiserreich und Schweden verteiben die Franzosen aus Deutschland. Das Kaiserreich Österreich und das Königreich Preußen können ihre Stellung als europäische Großmächte wiederherstellen.
4) Nach der endgültigen Niederlage Napoleons in Waterloo 1815 wird Napoleon auf die Atlantikinsel St. Helena verbannt und die Sieger rechnen mit Frankreich ab: Wiener Kongress 1815 (Lehrervortrag mithilfe der Galerie/alternativ Aufgabe der Erstellung einer Bildergalerie nach vorgegebenen Daten)

“Revolution von oben” – Preußische Reformen

19 Jan

Quelle: Wikipedia
Freiherr v. und z. Stein           Karl August von Hardenberg

Nachdem die preußischen Truppen von Napoleons Streitmacht vernichternd geschlagen wurden (Jena und Auerstett 1806), ordnet der König von Preußen (Friedrich Wilhelm III.) Reformen an, um langfristig die Moral und damit die Widerstandsfähigkeit der preußischen Bevölkerung und Staates gegen Angriffe von außen in der Zukunft zu stärken. Reformer wie Freiherr vom und zum Stein sowie von Hardenberg setzen die Reformen um:

Welche Reformen dürften in den folgenden Gesetzen/Edikten beschrieben sein? (fragend-enwicklend/Spekulation):

1) Städteordnung von 1808

2) Oktoberedikt 1807/Regulierungsedikt von 1811 (betreffend Bauern)

3) Bildungsreformen (1807 ff)

4) Heeresreform (1807 ff)

Napoleon auf dem Höhepunkt seiner Macht 1812 (Karte 3)

19 Jan

Napoleon 1812

Mit Genehmigung der medialesson GmbH

Fragen (Kartenarbeit):
1) Welche Länder hat Napoleon bis 1812 erobert.

Frankreich, Spanien, Italien, fast alle deutschen Gebiete, Großmacht Preußen halbiert. Österreich verkleinert.

2) Welche Staaten waren seine Hauptgegner? Wie geht Napoleon mit diesen Staaten um?

Russland und England waren die Hauptgegner Napoleons. gegen Russland zieht er 1812 in den Krieg. Gegen England wird eine Wirtschaftsblockade

3) Was wollte Napoleon in Europa ereichen?

Napoleon wollte die Vorherrschaft in Europa erreichen (letztlich die Weltherrschaft).

4) Warum wurde England zum wichtigsten Gegner?

England was der wichtigste Gegner im Kampf um die Weltherrschaft. England hatte bereits eine Reihe von Kolonien z.B. Indien. Frankreich wollte England verdrängen.

5) Wie erklären sich Napoleons Erfolge?

Die Franzosen waren ein freies Volk (Revolution) & viel mutiwierter zu kämpfen. Napoleon war der beste militärische Stratege (Führer) seiner Zeit. Seine Erfolge sicherten ihm den bedingungslosen Gehorsam seiner Truppen (französische Truppen).

6) Inwiefern birgt der Erfolg auch bereits den Keim für die Niederlage bis 1815?

Die Grenzen waren 1812 überdehnt. Der Nachschub immer schwierige. Dazu kam 1812 beim Russlandfeltzug der russische Winter.

Napoleon räumt mit der Kleinstaaterei in Deutschland auf: Beispiel Württemberg (Karte 2)

19 Jan

LMZ495931

SESAM/Landesmedienzentrum B/W (Vergrößerbar durch Anklicken)

Die Karte zeigt die territorialen Veränderungen am Beispiel Württembergs. Nur die Gebiete im dunkleren blau sind Gebiete des Herzogtums Württembergs vor der Eroberung Deutschlands durch Napoleon. Fast alle Gebiete in den anderen Farben werden dem Herzogtum Württemberg durch Napoleon zugeschlagen: kleinere Hochadelsterritorien, Reichsritterschaften, kirchliche Gebiete und freie Reichsstädte wie Esslingen oder Weil der Stadt. Napoleon lässt das u.a. durch einen Beschluss (Hauptschluss) von Abgeordneten (Deputierten) des Reichstages zu Regensburg beschließen (Reichsdeputationshauptschluss 1803). Napoleon macht Herzog Friedrich von Württemberg sogar zum König von Württemberg (1805/6).

Frage:
Welche Gegenleistung erwartet und bekommt Napoleon von Württemberg?

Das Deutsche Reich 1789 vor der Französischen Revolution (Karte 1)

19 Jan

HRR_1789

Quelle: Wikipedia (Karte durch Klicken vergrößerbar)

Fragen (fragend-entwickelnd):
1) Beschreibe die territorialen Gegebenheiten des Deutschen Reiches (919-1806).

Das deutsche Reich besteht aus einer Vielzahl mehr oder weniger unabhänginger Gebiete: geistliche (klöster,…) Territorien, unabhänginge mittlere (württemberg) und kleinere Herrschaften (Ritterschaften) und freie Reichstädte (Weil der Stadt, Ulm,…).

2) Wie kann sich Napoleon die politischen Verhältnisse in Deutschland für seine Eroberungspolitik zunutze machen? (Gegen Russland und später England)

Er beschenkt die Mittelstaaten mit Gebieten (kirchliche Gebiete, freie Reichsstädte, kleine Fürstengebiete). Den württembergischen Herzog macht er zum König von Württtemberg 1806. Die vergrösserten ,beschenkten Länder müssen als Gegenleistung truppen stellen gepplanten krieg gegen Russland.

 

3) Welche langfristigen territorialen Veränderungen ergeben sich für Deutschland durch die Eroberungspolitik Napoleons?

Napoleon bewirkt eine Flugbereinigung der deutschen Landkarte, d.h. we macht aus merheren 100 Gebieten nur noch 40 mittelgroße Staaten, die er i